Das OFFIS-Institut für Informatik erforscht als An-Institut der Universität Oldenburg neue Formen computergestützter Informationsverarbeitung und setzt die Ergebnisse in anwendungsnahe Entwicklungen um. Der OFFIS FuE-Bereich Gesundheit beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Nutzung und der Integration von IT-Systemen im Gesundheitswesen und seit 2005 mit der Entwicklung von Assistenzsystemen auf der Basis von Sensorik und Verfahren des maschinellen Lernens und der explorativen Datenanalyse. OFFIS koordiniert das Verbundprojekt und kann dabei auf eine langjährige Erfahrung in der Koordination von BMBF-, BMWi- und EU-Projekten zurückgreifen.

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz ist auf dem Gebiet innovativer Softwaretechnologien der künstlichen Intelligenz die führende wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung Deutschlands. In zwanzig Forschungsbereichen, neun Kompetenzzentren und acht Living Labs werden ausgehend von anwendungsorientierter Grundlagenforschung Produktfunktionen, Prototypen und patentfähige Lösungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie entwickelt. Der Forschungsbereich Smart Enterprise Engineering (SEE) unter der Leitung von Prof. Dr. Oliver Thomas erforscht digitale Geschäftsmodelle für das Unternehmen der Zukunft. Die Gruppe arbeitet dabei bereits seit Jahren in nationalen und internationalen Vorhaben auf Grundlage des Cross-Innovation-Prinzips. Zu nennen ist beispielsweise CIO-Weiterbildungs¬programm IMUCON, das die kontinuierliche Weiterbildung von IT-Entscheidern aller Branchen adressiert. Die überregionale Vernetzung wurde 2017 mit der Gründung des niedersächsischen Innovationsbunds SmartHybrid vorangetrieben, in dem Prof. Thomas als Initiator und Sprecher wirkt. Der Aufbau des Digital Innovation Hubs sowie des Cross-Innovation Forums, die im geschichtsträchtigen Coppenrath Innovation Center eingerichtet werden, ist erklärtes Gründungsziel des DFKI Labors Niedersachsen und mündet direkt in die Entwicklung des CITAH. Das DFKI trägt durch seine Arbeit die vertikale Innovationsmechanik des Hubs sowie branchenübergreifende Transferfunktionen bei und positioniert sich in beratender Funktion.
Universität Oldenburg: Die Abteilung Assistenzsysteme und Medizintechnik (AMT) im Department für Versorgungsforschung der Universität Oldenburg hat langjährige Erfahrung in der Entwicklung sensorgestützter und robotischer Systeme zur Unterstützung von Ärzten, Pflegenden und älteren Menschen. Im Zukunftslabor Gesundheit stehen die Kernthemen Datenanalyse und -austausch, Sensorik in patientennaher Umgebung, sowie Aus-, Fort- und Weiterbildung zur Digitalisierung im Vordergrund. Die Abteilung stellt aber auch ein Bindeglied in die multidisziplinäre Versorgungsforschung dar. Mit Ansätzen der integrativen Forschung, d.h. der engen Verschränkung der technischen Entwicklung mit Methoden für die frühe ethische, soziale und rechtliche Bewertung, können Entwicklungsrisiken in „Digitalisierungs-fremden“ Branchen wie der Pflege gesenkt werden.
Universität Osnabrück: Die Forschung der Arbeitsgruppe Wissensbasierte Systeme (KBS) der Universität Osnabrück, Institut für Informatik, konzentriert sich auf Methoden und Algorithmen zur Steuerung eingebetteter Agenten, um symbolisches Wissen über die Welt zu erlangen, zu begründen und aufrechtzuerhalten für ein zielgerichtetes und ergebnisorientiertes Verhalten im aktuellen Kontext. Dies geschieht durch online und on-board Berechnungen der Agenten. Die resultierenden Steuerungssysteme werden Eingebettete Wissensbasierte Systeme genannt. Autonome Roboter sind typische Agenten, die in der Arbeitsgruppe betrachtet werden, aber auch reine Software-Agenten sind von Interesse. Mindestens ein Teil des jeweiligen Wissens muss symbolisch sein, um überprüfbar und kommunizierbar zu sein. Bei der Umgebungserfassung liegt der Schwerpunkt auf 3D-Sensordaten wie Punktwolken sowie auf Methoden und Algorithmen für eine effiziente Handhabung und semantische Interpretation. Diese Methoden und Techniken überträgt die Arbeitsgruppe in Anwendungen, insbesondere im Bereich Digitalisierung der Landwirtschaft und Agrarrobotik.

Das Agrotech Valley Forum (AVF) besteht seit 2019 als Gemeinschaft von Forschungs- und Lehreinrichtungen, regionalen Behörden und Unternehmen der Agrar- und Ernährungsindustrie (z.B. Amazonenwerke, CLAAS, Grimme, Krone). Das Forum fokussiert Innovationen in der Agrartechnologie und deren effiziente Integration in zukünftige digitale Wertschöpfungsketten. Die Tätigkeitsfelder des Agrotech Valley liegen in der Interessenvermittlung und Etablierung von Kooperationen zwischen Industriespezialisten und Wissenschaftlern sowie in der Initiierung, Ausrichtung und Begleitung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Hierfür werden systematisch Verknüpfungen zwischen Unternehmen der Agrartechnik, aber auch in die Forschung aufgebaut. Das AVF unterhält darüber hinaus Kooperationen mit nationalen und internationalen Expertengruppen und Interessenvertretungen aus den Feldern Agrar- und Ernährungswirtschaft, um innovative Technologien und ihre Anwendungen frühzeitig in die Schnittstelle zwischen Agrartechnik und anwendenden Branchen zu transferieren.

Das Innovationsquartier Oldenburg (IQON) ist ein Forschungs- und Innovationsverbund mit Standort in Oldenburg, der auf die systematische Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft ausgerichtet ist. Träger sind unter anderem die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) sowie das Informatikinstitut OFFIS. Ziel des IQON ist es, den Transfer von Forschungsergebnissen in die praktische Anwendung zu beschleunigen und neue Formen der sogenannten Co-Innovation zu etablieren, bei denen Innovationsprozesse offen, kollaborativ und institutionsübergreifend organisiert werden. In diesem Kontext werden anwendungsorientierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte insbesondere in Bereichen wie Künstliche Intelligenz, Energie, Mobilität, Gesundheit und Digitalisierung durchgeführt. Das IQON fungiert dabei zugleich als organisatorische Plattform und physischer Standort, an dem interdisziplinäre Teams gemeinsam an Prototypen, Produkten und digitalen Geschäftsmodellen arbeiten und Unternehmen beim Aufbau von Innovationsprozessen unterstützt werden

CITAH+ wird von der Europäischen Union kofinanziert (Grant No. 101082978).

